Der Anfang

Nun bin ich hier, hatte soviele Gedanken und jetzt ist mein Kopf leer. Vielleicht sollte ich mit einer kleinen Vorstellung anfangen. Damit man einen besseren Durchblick hat.

Ich bin 25 und Mutter eines 1-jährigen Sohnes. Seid etwas über einem Jahr bin ich verheiratet. Ich wohne eigentlich schon mein ganzes Leben in ein und derselben Stadt, bis auf letztes Jahr, wo ich zu meinem Mann gezogen war, ganz weit weg von meiner Heimat. Gott sei Dank sind wir wieder zurück gezogen, da mein Mann hier Arbeit gefunden hat. Genau das bringt mich eigentlich zu einem Punkt, der mich ärgert, mich verletzt und mich enttäuscht.

Als ich das eine Jahr nicht da war, wurde mir wie oft gesagt, von meinen handvoll, langjährigen Freunden, wie sehr ich doch vermisst werde und wie sehr sie sich freuen würden, dass ich wieder zurück komme. Versprechungen, Vorstellungen und die Hoffnung, auf ein nicht zu einsames Leben erfüllten mich. Ich muss dazu sagen, dass ich in dieser anderen Stadt, nur meinen Mann und dessen Familie hatte. Ich freute mich. Und dann? Dann war es soweit. Wir waren vor unseren Möbel da. Eine Freundin half mir noch sauber zu machen, bevor die Möbel kamen. Doch, als diese endlich da waren, einen Tag später, veränderte sich wohl alles. Ich rief immer wieder mal den einen oder anderen an. Verschickt SMS, was sie denn so treiben würden an dem heutigen Tage. Entweder kam keine Antwort oder eine Absage. Mir persönlich ist es aber zu doof, den ganzen Tag zu Hause zu sitzen. Somit bleibt mir nur, zu meiner Mutter zu fahren, um nicht in Langeweile unter zu gehen. Denn mein Mann arbeitet den ganzen Tag. Immer wieder stelle ich mir die Frage, ob ich wirklich vermisst wurde, oder ob einfach die Dumme gefehlt hat, die ja immer da ist, wenn es brennt. So langsam sehe ich es auch nicht mehr ein, den anderen hinterher zu rennen. Meine Cousine war die Erste, die hier zu Besuch war (außerhalb meiner Mama und meinen Schwestern), sie wohnt allerdings etwas weiter weg. Nach einigen Telefonaten und SMS kam dann auch mal eine Freundin mit ihrer 2-jährigen Tochter vorbei, für einen Cappu. Ich bin es Leid, dass ich hinterher telefonieren muss, nur um was zu unternehmen. Dann, wenn es Probleme gibt, bin ich wieder gut genug. Es war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Ich weiß auch nicht, warum die Hoffnungen immer wieder auflebt, es könnte sich was ändern. Wichtig scheine ich jedenfalls für niemanden zu sein, außer für meinen Mann und meine Familie. All die Versprechung nur Schall und Rauch. Sind ja immer nur die anderen, die im Stress sind. Ist schon klar. Für diese Woche habe ich wieder eine mündliche Zusage bekommen, Besuch zu kriegen. Ob es nun beim 4ten Mal klappt?? Diese Person hat nämlich auch ständig was anderes. Vielleicht hält sie es diesmal ein, zu kommen. Sie will allerdings ihre neue Freundin mitbringen. Also denke ich, dass sie dann nur mit ihr auftaucht, um sich meinen "Segen" ab zu holen. Wie auch immer. Mehr als immer wieder nach zu fragen kann ich net machen. Wer net will, der hat schon. Nun werde ich warten, bis sich einer meldet.

20.10.08 14:05

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